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Google Cultural: Das Virtuelle Museum

Das Internetzeitalter hat so einige Vorzüge, was die Beschaffung und Präsentation von Wissen angeht. Die Generationen vor uns mussten sich mühselig durch Bibliotheken kämpfen, um etwas über ihre Vergangenheit zu lernen oder sich Wissen über bestimmte Themen anzueignen.

Wir hingegen brauchen nur ein paar Klicks um schnell, aufwandslos und einfach an die gewünschte Information zu gelangen.

Geschichte und Kultur können mittlerweile auf innovativere und interaktive Weise erkundet werden. Statt staubige Wälzer zu durchforsten, kann man sich nun online Videos zu Vorträgen ansehen. Wem das noch zu trocken ist, der kann virtuelle Streifzüge durch Museen und Ausstellungen unternehmen und 3-D-Simulationen zu wichtigen Gebäuden oder Naturphänomenen beiwohnen. Plötzlich spielen geografische Entfernungen kaum noch eine Rolle, wenn es darum geht, etwas über eine bestimmte Kultur in Erfahrung zu bringen oder Kunst zu genießen.

Das Projekt von Google Cultural hat dieses Konzept der digitalen, interaktiven Geschichte, wie ich finde, sehr gut realisiert. Auf der Webseite Google Cultural Institute „Über“
Heißt es dazu:

„Zusammen mit einem Team von engagierten Technikern entwickelt Google verschiedene Tools, über die unser vielfältiges kulturelles Erbe vermittelt und weltweit zugänglich gemacht werden kann.“

Ich finde der Schritt Geschichte auf solche Weise online zugänglich zu machen ist sehr lohnenswert. Fakt ist doch: Die Zeiten haben sich geändert, Printmedien verlieren immer mehr an Einfluss und die Mehrheit der Jugend ist leider nicht mehr für Museen und Ausstellungen zu begeistern. Der Buchmarkt ist rückläufig und Theater werden meist nur von älteren Semestern regelmäßig besucht. Daher ist es wichtig Geschichte zum festen Bestandteil des WWW zu machen und auf neuartige Weise zu präsentieren, um ein breiteres Publikum zu erreichen.

Geschichte lebendig zu halten halte ich für sehr wichtig, denn sie ist nicht nur unsere Vergangenheit und die unserer Vorfahren, sondern durch ihr im Gedächtnis behalten sind wir weniger anfällig Fehler zu wiederholen.
Man denke nur mal an den Holocaust und NS-Deutschland. Wenn wir ehrlich sind, sind die meisten jungen Erwachsenen nicht gerade scharf darauf nach Dachau oder Straßburg zu fahren und sich einen Tag lang tief traurige und verstörende Ausstellungen anzusehen. Doch dieser traurige Teil unserer Geschichte ist nun mal ein wichtiges Mahnmal, dass nicht in Vergessenheit geraten sollte. Daher denke ich,  dass das Google Cultural Institute eine gute Alternative bietet solche Ausstellungen ohne Aufwand einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Es ist ein tolles Gefühl vom eigenen Wohnzimmer, oder wo man sich sonst gerade aufhalten mag, Geschichte und Kunst erleben zu können. Die Art wie Google Cultural aufgebaut ist finde ich sehr gelungen. Durch die Mischung von Audio- und Videokomponenten, sowie Text und Bild, wird das Gefühl vermittelt, tatsächlich durch eine Ausstellung zu gehen. Die Projekte überzeugen durch leichte Bedienbarkeit und schlichtes Design. Die Geschichtsmuffel unter euch, die noch durch langweiligen, monotonen, auf Daten fixierten Geschichtsunterricht geschädigt sind, mögen es mir kaum glauben, aber Geschichte kann tatsächlich sehr viel Spaß machen! Als ich zufällig auf eine Ausstellung zum Thema Kryptografie stieß, hatte ich sehr große Schwierigkeiten mich wieder davon loszureißen, weil es bei geschätzten 40-50 Ausstellungen sehr viel zu sehen gab.

Einige Beispiele für Ausstellungen

Hier sind ein paar Links zu interessanten Themen und Ausstellungen:
Yad Vashem – Gedanken an den Holocaust:
Yad Vashem gilt als die weltweit bedeutendste Holocaust-Gedenkstätte und in dieser Ausstellung erhaltet ihr Einblick in die persönlichen Geschichten von jüdischen Menschen, die unter der Nazi-Herrschaft zu leiden hatten.
1950-1989 – Der Fall der Berliner Mauer: Offenbarung statt Revolution:
Diese Ausstellung beleuchtet die Geschichte der DDR und welche Faktoren für den Mauerfall entscheidend waren. Anhand von Zeitzeugen, Historikern, Texten, Originalfotos und Videos erhalten wir einen umfassenden Eindruck zu einem wichtigen Stück deutscher Geschichte.
Versailles 3D:
Bei Versailles 3D können wir einen virtuellen Rundgang durch eins der schönsten und politisch bedeutsamsten Schlösser Versailles machen. Das besondere  Highlight daran: wir bekommen nicht nur einen Einblick in solch wunderbar prachtvolle Räumlichkeiten wie die Spiegelgalerie, das königliche Schlafzimmer und die Schlosskapelle, sondern wir bekommen das Schloss im Wandel der Zeit zu sehen!
World Wonders Project:
Bei dem Projekt World Wonders dürfen wir eine fotografische Reise mit Panoramablick an solch schöne Orte wie den Grand Canyon  oder das Great Barrier Reef unternehmen.
Nelson Mandela Centre of Memory:
Dieses Projekt ermöglicht einen spannenden Blick auf wichtige Stationen im Leben von Nelson Mandela.