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Symbolbild: Firewall

Rootserver für Laien – das kann passieren!

Der eigene Gameserver

Mein Statement:
Im Internet findet man zahlreiche Anleitungen, wie man sich seinen eigenen Gameserver nach Möglichkeit kostenlos erstellen kann.
Bei YouTube gibt es Videoanleitungen, die so klingen, als ob ein Dreizehnjähriger erklärt, wie man einen eigenen Server bekommt und daraus zum Beispiel einen Gameserver erstellt.
Auch wenn teilweise sehr fragwürdig mit den AGBs der Hostinganbieter umgegangen wird, ist dass, was mich stört, nicht die Tatsache dass irgendjemand erklärt, wie man günstig an einen Server kommt, sondern das Problem, dass diese Leute häufig keine Ahnung von der Materie haben.
Wenn Sie Techniker sind suchen Sie einfach bei YouTube, Sie werden es kaum aushalten, was Ihnen dort erklärt wird.
Es funktioniert zwar alles irgendwie, aber von einem sicheren und durchdachten Server kann hier mit Sicherheit keine Rede sein.
Vor ungefähr zwei Jahren wurde der Webspace eines Kunden, bei einem namenhaften Anbieter, durch zwei Server gleichzeitig attackiert.
Das ist nun erst mal nichts ungewöhnliches, mit so etwas muss man rechnen. Als Administrator weiß man, wie schwer es ist den Hacker zu fassen. Anzeigen laufen ins Leere und man fragt sich ob es etwas bringt. In diesem Fall konnte ich auf Grund der besonders schlechten Angriffsserverauswahl sehr einfach meine Schlüsse ziehen. Beide angreifenden Server standen in Deutschland, beide Server waren virtuelle Server und in Standardkonfiguration. Damit war mir klar, dass jetzt irgendjemand diese Server verwendet um den Kunden anzugreifen.
Den Wunsch nach einem eigenen Server finde ich zunächst einmal gut. Jeder muss lernen und Erfahrungen machen. Was aber gefährlich ist, ist Server produktiv zu betreiben und dabei nur über Halbwissen zu verfügen. Serversysteme sind so komplex, dass kaum jemand sie vollständig versteht. Auch ein Administrator kennt vielleicht die „Grundlagen“, aber mit Sicherheit nicht alle Details.
Wenn man sich anschaut, dass man für Microsoft Windows Server und die dahinter stehenden Zertifizierungen einige Bücher an Material zur Verfügung hat, wird einem schnell klar, dass dieses Thema ein sehr weites Spektrum hat.
Gerade Server, die im Internet unterwegs sind, sollte man mit Vorsicht  genießen. Hier kommt es darauf an, dass der Administrator in der Lage ist die Server vernünftig und nachhaltig abzusichern.
Durch die ständig neuen Verfahren auf Angreifer wie auch auf Verteidiger Seite ist klar, dass hier mehr zu tun ist, als lediglich einmal etwas zu lernen und dann immer wieder so zu machen.

Mein Fazit: Lernen ist gut, aber gerade Jugendliche spielen gerne mit Werkzeugen, die zu mächtig sind, um sie zu beherrschen. Ich spiele gerade auf die zahllosen „Hackertutorials“ und Ähnliches an. Auch wenn vieles dank moderner Technik einfach geht, sind das Dinge, die eine große Macht verleihen und auch viel Schaden anrichten können. Gerade Jugendliche sollen lernen und testen, aber was nicht okay ist, ist wenn dadurch anderen Schaden entsteht z.B. durch so etwas wie schlecht abgesicherte Server, neue Bots oder Maßenspammer entstehen.
Dann lieber: Virtuelle Maschinen testen und lernen.